Sirup selbst ansetzen

Sirup entsteht aus Zucker, Wasser und Aromen. Wie lange er hält, entscheiden vor allem der Zuckeranteil und saubere Gläser beim Abfüllen.

Das Wichtigste in Kürze

Das Grundprinzip

ZutatMengeHinweis
Zuckernach RezeptSenkt den Wasseranteil, den Keime nutzen können
Wassernach RezeptMit dem Zucker aufkochen, bis er gelöst ist
Zitronensäurenach RezeptSäuert den Ansatz an
Aromennach RezeptZum Beispiel Rhabarber, Ingwer oder Holunderblüten

Die Zuckermenge schwankt zwischen den Rezepten stark und bestimmt, wie lange der Sirup hält. Halte dich an ein bewährtes Rezept und notiere dir Zucker- und Wassermenge für den nächsten Ansatz. Beim Einkochen verdampft etwas Wasser, der Zuckeranteil steigt dadurch leicht.

So geht's

  1. Nur einwandfreies Obst, Kräuter oder Blüten verwenden und faulige oder schimmelige Stellen großzügig entfernen.
  2. Zucker mit dem Wasser aufkochen, bis er sich vollständig gelöst hat. Die Zitronensäure zugeben.
  3. Früchte oder Kräuter nach Rezept zugeben und so lange ziehen oder köcheln lassen, wie das Rezept angibt.
  4. Durch ein Sieb abgießen und den Rückstand gut ausdrücken. Ist der Sirup zu dünn, länger einkochen, bis die gewünschte Dicke erreicht ist.
  5. In saubere, unbeschädigte Flaschen mit Schraubverschluss füllen und verschließen.

Hygiene entscheidet über die Haltbarkeit

Wie lange hält der Sirup?

Für selbst angesetzten Sirup gibt es keine feste Haltbarkeit in Wochen oder Monaten. Die Verbraucherzentrale nennt für selbst kalt gerührte Konfitüre meist etwa zwei Wochen, die gekühlt werden muss. Sirup wird aufgekocht und ist deshalb nicht direkt mit kalt gerührter Konfitüre vergleichbar. Die Zahl dient nur als vorsichtiger Anhaltspunkt.

Geöffnet gehört der Sirup in den Kühlschrank. Das Öffnungsdatum auf dem Etikett hilft, den Überblick zu behalten.

Tipp: Entnimm den Sirup nur mit einem sauberen Löffel und trink nicht direkt aus der Flasche. Keime aus dem Mund machen geöffnete Getränke anfälliger für Verderb.

Verderb erkennen

Achtung: Schimmel nicht abschöpfen und den Rest weiterverwenden. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass sich Schimmel unsichtbar durch das ganze Produkt ziehen kann. Stiftung Warentest zeigte 2001 bei Konfitüre mit weniger als 63 Prozent Zucker, dass Schimmelpilzgifte im Aufstrich die Hitze überstehen. Diese Grenze gilt für Konfitüre, nicht für Sirup. Bei Schimmel entsorgst du deshalb den gesamten Ansatz.

Häufige Fragen

Wie viel Zucker braucht selbst gemachter Sirup?

Eine feste Zuckermenge lässt sich nicht pauschal angeben, weil Rezepte stark schwanken. Je mehr Zucker im Ansatz ist, desto länger hält er. Bei Konfitüre mit weniger als 63 Prozent Zucker überstanden die Schimmelpilzgifte im Test das Erhitzen. Bei wenig Zucker gehört der Sirup deshalb konsequent gekühlt und zügig aufgebraucht.

Wie lange ist geöffneter Sirup haltbar?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Im Kühlschrank aufbewahren, das Öffnungsdatum notieren und bei Schimmel, Gärgeruch oder Trübung entsorgen. Als vorsichtiger Anhaltspunkt dient die Verbraucherzentrale mit etwa zwei Wochen für kalt gerührte Konfitüre, die gekühlt werden muss.

Darfst du die Schimmelschicht einfach abheben?

Nein. Schimmel kann sich unsichtbar durch das ganze Produkt ziehen (Verbraucherzentrale). Entsorge den gesamten Ansatz.

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