Tofu-Sorten und Zubereitung
Fester Tofu wird gepresst, trocken getupft und scharf angebraten, dann bleibt er außen knusprig.
Das Wichtigste in Kürze
- Seidentofu ist sehr weich und eignet sich für Cremes, Dips, Saucen und Suppen, zum Braten ist er ungeeignet.
- Für die Pfanne nimmst du festen Naturtofu oder Räuchertofu. Naturtofu presst du vorher. Räuchertofu ist schon trockener, Pressen bringt trotzdem mehr Knusprigkeit.
- Stärke entzieht dem Tofu die Feuchtigkeit und sorgt für eine Kruste, bei hoher Hitze wird er goldbraun.
- Gib den Tofu erst ganz am Schluss zum Gericht, sonst weicht er auf.
Die Sorten im Überblick
Seidentofu gerinnt in der Verpackung und wird nicht gepresst. Naturtofu ist mittelfest bis fest, nimmt Marinaden gut auf und passt in Pfannengerichte und Currys. Räuchertofu ist fest und kräftig rauchig. Press-Tofu ist stark gepresst und eignet sich laut Oekotest besonders gut zum Braten oder Grillen.
| Sorte | Konsistenz | Eignung |
|---|---|---|
| Seidentofu | sehr weich, nicht gepresst | Desserts, Dips, Saucen, Suppen, nicht zum Braten |
| Naturtofu | mittelfest bis fest | Pfannengerichte, Currys, Marinaden |
| Räuchertofu | fest, kräftig rauchig | Salate, Pfannengerichte, Pasta, Aufläufe, Brotbelag |
| Press-Tofu | stark gepresst, wenig Wasser | besonders gut zum Braten oder Grillen |
Pressen: bei festem Tofu nötig, bei Räuchertofu sinnvoll
Wickle den Tofublock in ein Küchentuch, beschwere ihn mit einem schweren Topf oder einem dicken Buch und lass ihn 10 bis 15 Minuten liegen. Danach ist der Großteil des Wassers heraus. Räuchertofu ist schon trockener. Laut Utopia lohnt sich das Pressen trotzdem für eine knusprigere Kruste. Seidentofu lässt sich nicht pressen.
Marinieren
Naturtofu nimmt Marinaden gut auf, weil er kaum eigenes Aroma hat. Schneide ihn in Stücke, Streifen oder Scheiben und lege ihn vor dem Braten in die Marinade. Räuchertofu bringt schon viel Würze mit und braucht wenig zusätzliche Gewürze.
Knusprig anbraten
- Festen Tofu trocken tupfen und in Stücke, Würfel oder Scheiben schneiden.
- Optional in Speisestärke wenden, etwa Kartoffel-, Mais- oder Weizenstärke. Die Stärke kannst du mit Salz, Pfeffer oder asiatischen Gewürzen würzen.
- Ein hitzebeständiges Öl in der Pfanne sehr heiß werden lassen. Nimm reichlich Öl.
- Den Tofu bei hoher Hitze kurz und scharf anbraten, bis er goldbraun glänzt.
- Den Tofu separat anbraten und erst ganz am Schluss zum Gericht geben, damit er nicht aufweicht.
Alternativ kannst du den Tofu zuerst in Stärke wenden, dann durch verquirltes Ei ziehen und zuletzt in heißem Öl anbraten.
Häufige Fragen
Warum wird mein Tofu in der Pfanne weich statt knusprig?
Meist ist der Tofu zu feucht oder die Pfanne nicht heiß genug. Fester Tofu sollte gepresst und trocken getupft werden. Danach wendest du ihn in Stärke und brätst ihn in heißem Öl.
Welcher Tofu eignet sich für Currys?
Naturtofu, weil er mittelfest ist und Marinaden gut aufnimmt. Seidentofu eignet sich nicht zum Braten und passt eher in Saucen oder Cremes.
Brauche ich wirklich eine Tofu-Presse?
Nein. Ein Küchentuch und ein schweres Gewicht genügen. Nach 10 bis 15 Minuten ist ein Großteil des Wassers herausgepresst.