Beikost-Start: die ersten Breie
Der Beikost-Start ist aufregend. Mit ein paar Grundregeln wird er entspannt.
Das Wichtigste in Kürze
- Beikost beginnt meist zwischen Anfang des 5. und Anfang des 7. Lebensmonats, wenn dein Baby bereit ist.
- Gestartet wird mit einem Gemüsebrei, dann folgen Milch-Getreide-Brei und Getreide-Obst-Brei.
- Neue Lebensmittel einzeln einführen und ein paar Tage beobachten.
- Im ersten Lebensjahr: kein Honig, kein Salz, kein Zucker, keine Kuhmilch als Getränk.
Ist mein Baby bereit?
- Es kann mit etwas Unterstützung aufrecht sitzen und den Kopf gut halten.
- Es zeigt Interesse am Essen und öffnet den Mund, wenn der Löffel kommt.
- Es schiebt Brei nicht mehr automatisch mit der Zunge wieder hinaus.
Jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Die Empfehlungen in Österreich und Deutschland raten übereinstimmend, frühestens mit Beginn des 5. und spätestens mit Beginn des 7. Lebensmonats mit Beikost zu starten. Stillen oder Fläschchen laufen daneben weiter.
Die Reihenfolge der Breie
- Mittags: Gemüsebrei. Zum Beispiel Karotte, Kürbis oder Pastinake, bald ergänzt durch Kartoffel und etwas Öl. Später kommen Fleisch, Fisch oder Hülsenfrüchte für das Eisen dazu.
- Abends: Milch-Getreide-Brei. Etwa einen Monat später.
- Nachmittags: Getreide-Obst-Brei. Wieder etwa einen Monat danach.
Am Anfang reichen ein paar Löffel. Die Menge steigert sich langsam, bis eine Mahlzeit ersetzt ist.
Was noch nicht auf den Löffel gehört
Achtung: Kein Honig vor dem ersten Geburtstag, weil er Bakterien enthalten kann, die für Babys gefährlich sind. Kein Salz und kein Zucker. Kuhmilch nicht als Getränk vor dem 12. Monat, in kleinen Mengen im Brei ist sie in Ordnung. Keine ganzen Nüsse, keine harten oder runden Stücke wie ganze Weintrauben, weil sich das Baby daran verschlucken kann.
Allergene nicht unnötig hinauszögern
Nach heutigem Wissen schützt es nicht vor Allergien, Lebensmittel wie Ei, Fisch oder Erdnuss lange wegzulassen. Ei sollte gut durchgegart sein, Erdnüsse nur fein gemahlen oder als Mus. Gibt es in der Familie schwere Allergien, sprich vorher mit deiner Kinderärztin oder deinem Kinderarzt.
Tipp: Ein Spritzer Orangensaft oder etwas Obstmus im Gemüse-Fleisch-Brei hilft dem Körper, das Eisen besser aufzunehmen.
Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Gewicht, Unverträglichkeiten oder Frühgeborenen hilft die Kinderärztin oder der Kinderarzt.
Häufige Fragen
Wie viel Brei braucht mein Baby?
Am Anfang nur ein paar Löffel. Nach einigen Wochen sind es meist 150 bis 200 Gramm pro Mahlzeit. Dein Baby zeigt dir, wann es satt ist.
Muss ich Brei selbst kochen?
Nein. Gläschen sind eine gute Alternative. Selbst gekochter Brei ist günstig und lässt sich gut portionsweise einfrieren.
Was ist Baby-led Weaning?
Dabei isst das Baby von Anfang an weiche Stücke mit den Fingern statt Brei vom Löffel. Beides geht, auch gemischt. Wichtig ist, dass die Stücke weich genug sind.