Currypasten im Vergleich
Die Farbe verrät nur grob, wie scharf eine Currypaste ist. Entscheidend sind Chilis und Gewürze.
Das Wichtigste in Kürze
- Grüne Currypaste gilt meist als die schärfste der drei Klassiker, gelbe die mildeste.
- Rot bringt mit Chilis, Galgant und Pfeffer eine mittlere Schärfe, Massaman ist mild und leicht süßlich.
- Massaman enthält Kardamom, Zimt, Nelken und Sternanis, Erdnüsse kommen erst ins fertige Curry.
- Paste mit Öl ist kein Vorrat: Das BfR rät, selbst hergestellte Ölprodukte spätestens am Tag nach der Herstellung zu verbrauchen.
Die drei Klassiker: Grün, Rot, Gelb
Grüne Currypaste gilt meist als die schärfste der drei Klassiker. Rote Paste ist milder als Grün, dafür würziger im Geschmack. Gelbe Paste bekommt ihre Farbe von Kurkuma und ist die milde Variante.
| Paste | Schärfe | Prägende Zutaten |
|---|---|---|
| Grün | meist am schärfsten | grüne Chilis, Koriandergrün, Kaffir-Limettenblätter, grüne Thai-Aubergine |
| Rot | mittel, milder als Grün | frische rote Chilis, Galgant, Pfeffer, Gewürznelken, Kreuzkümmel |
| Gelb | mild | Kurkuma, Kreuzkümmel, Kardamom, gelbe Senfsamen |
| Massaman | mild, leicht süßlich | Kardamom, Zimt, Nelken, Sternanis, Kreuzkümmel, Muskat |
Massaman: ein mildes Curry mit muslimischen Wurzeln
Massaman ist ein mildes Curry mit Einflüssen aus dem Süden Thailands. Laut Wikipedia geht der Name auf das persische Wort für Muslim zurück. Das Curry wird häufig mit Hähnchen zubereitet, auch Rind, Ente, Hammel oder Ziege sind üblich. Schwein ist dagegen selten. Typisch sind Gewürze aus dem Malaiischen Archipel und Südasien.
Erdnüsse gehören laut Wikipedia nicht in die Paste. Sie kommen zusammen mit Fleisch, Kartoffeln und Zwiebeln ins fertige Curry.
Verwendung und Schärfe steuern
Die Paste wird in Kokosmilch verkocht, die dem Curry Cremigkeit und eine milde Süße gibt. Als Einlage passen Hähnchen, Rind, Garnelen, Gemüse oder Tofu. Fischsauce sorgt für Umami, Limettensaft für Frische.
Tipp: Ist das Curry zu scharf, hilft eine Prise Zucker, denn Süße wirkt der Schärfe entgegen. Fang mit wenig Paste an und schmeck nach, denn die Schärfe unterscheidet sich je nach Sorte und Rezept stark.
Selbst gemacht oder gekauft
Achtung: Paste mit Öl ist kein Vorrat. Das BfR rät davon ab, selbst hergestellte Produkte in Öl auf Vorrat zu machen. Sauerstoffarme Bedingungen in Öl können das Wachstum von Clostridium botulinum und die Bildung von Botulinumtoxin begünstigen, wenn das Produkt nicht ausreichend sauer ist. Kühl lagern senkt das Risiko, verhindert es aber nicht sicher. Verbrauche ölhaltige Paste deshalb spätestens am Tag nach der Herstellung und iss sie nicht ungegart.
Ohne Öl gehört selbst gemachte Paste in den Kühlschrank und wird zügig verbraucht. Die Verbraucherzentrale rät bei geöffneten Lebensmitteln meist zu kühler Lagerung und zügigem Verbrauch.
Gekaufte Pasten enthalten je nach Marke unterschiedlich viel Zucker, Salz und Zusatzstoffe. Laut Utopia enthalten Supermarkt-Pasten häufig Zucker, Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker. Lies deshalb das Etikett und dosiere nach Gefühl.
Häufige Fragen
Ist grüne Currypaste immer schärfer als rote?
Nein, nicht immer. Meist gilt Grün als schärfer, doch die Chilisorte entscheidet mehr als die Farbe. Eine selbst gemachte rote Paste mit Scotch Bonnet oder Habanero kann deshalb schärfer sein.
Welche Paste eignet sich, wenn Gäste Schärfe meiden?
Gelbe Paste, sie ist die milde Variante. Auch Massaman gilt als mild und leicht süßlich.
Gehören Erdnüsse in die Massaman-Paste?
Nein. Laut Wikipedia werden sie erst mit Fleisch, Kartoffeln und Zwiebeln ins fertige Curry gegeben.